Ich war ich

Die Tränen gehen voran.

Veröffentlicht unter ab 2014 | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

DU

Ich weiß nicht, warum ich ein Mensch bin
Und nicht einfach ein Baum
Oder eine Fliege
Im Raum
Oder eine der anderen unzähligen
Erscheinungen
Ich weiß nicht, warum es die Welt gibt
Aber es gibt sie
Ganz egal, was die Wissenschaftler sagen
Und egal, was sich spirituell
Ausgedacht wird
Ich gehe meinen Weg
Mutter und Vater zeugten mich
Ich weiß nicht, warum ich Ich bin
Und nicht Du.

Veröffentlicht unter ab 2014 | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Ich bete nie um mich

Ich bete nie um mich
Tot bin ich seit meiner Geburt
Als ich es noch nicht wusste
Heute bin ich ein Tiefseefisch, der nur noch
Aus Erinnerungen besteht
Und seine Einsamkeit anfängt
Zu lieben

Ich bete nie um mich
Aber für das Universum
Für die dummen Klugen ebenso
Für die klugen Dummen
Für die ewig Vergessenen

Ich bete nie um mich
Ich bete für die Sterne am Nachthimmel

Und danke ihnen

Veröffentlicht unter ab 2014 | Verschlagwortet mit , , , | 10 Kommentare

Am Arsch

Ich spüle meine Wut hinunter
Wie einen stinkenden Scheißhaufen
Ich presse meine Ängste aus mir heraus
Wie dicke feste Kackwürste
Ich scheiße mich selbst aus meinem Leben
Mit allem, was ich bin
Und war
Mit meinen Erinnerungen und
Träumen
Ich wische mir den Arsch
Solange ich kann

Veröffentlicht unter ab 2014, Leben, Einsamkeit und Alltag | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Zwischen den Regalen

Ich frage mich wiederholt
Ob es Gott gibt
Fast täglich
Eine Art Mantra
Wobei ich eigentlich denke, dass
Gott so unwirklich ist wie
Alles
Er könnte die Kassiererin im Nahkauf sein
Oder der Hundeköttel
Vor meiner Haustüre
Oder gar
Ich selbst

Der Blick in den Badezimmerspiegel
Wirft mich um
Ich sehe aus wie ein Arschloch
Mir bleibt nichts anderes übrig
Als es sein zu lassen

Veröffentlicht unter ab 2014, Leben, Einsamkeit und Alltag | Verschlagwortet mit , , , , | 25 Kommentare

Zwischen Himmel und Hölle

Chaos und Liebe sind die zwei leidenschaftlichsten Apologeten des Lebens.

Der Tod hinterlässt mich ahnungslos.

Gott hatte eine Panikattacke und erschuf die Welt.

Den Urgrund des Wissens erschauen wir im Loslassen allen Wissens.

Das Unmögliche ist der Nerv für das Mögliche.

Wenn ich morgens aufstehe, geht die Wahrheit unter.

Ich küsse die Liebe auf den Mund.

Veröffentlicht unter ab 2014, Tod, Und dann noch ...(Experimentelles) | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 3 Kommentare

Als Hundertjähriger einen Mord begehen

Als Hundertjähriger einen Mord begehen
Das hielt ihn am Leben
Es gab zu allen Zeiten mehr als genug
Die es verdient hätten
Leider wurden zu oft die falschen
Umgebracht

Veröffentlicht unter ab 2014, Tod | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

You Can`t Always Get What You want

Im Irrgarten irrt sich niemand mehr
In der Blase hat jeder recht
Ein Wurm schubste mich
Auf die Gleise
Ich schaute dem Lokführer in die Augen
Und sah seine Verzweiflung
Als hätte ich in einen Spiegel geschaut
Wäre ich nicht tot
Würde ich diesen Moment nie
Vergessen

Veröffentlicht unter ab 2014, Tod | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Schlafe dich aus

Geh fort ins Abrakadabra
Zünde die Atombombe in deinem Kopf
Schlafe mit einer Frau
Mit der du normalerweise nie
Schlafen würdest
Gehe ins Exil der Ahnungslosen
Suche die Liebe am
Abgrund
Schenke dir ewiges Vergessen
Gehe zurück bis zu deiner Zeugung
Und beiße deinem Vater
In den Schwanz
Vertraue niemandem
Sowieso nicht dir selbst
Schüttele das Leben ab…
Schüttele das Leben ab wie eine kalte Dusche
Voller Unsinn
Schlafe dich aus im Nirgendwo

Veröffentlicht unter ab 2014, Tod | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Die Krankheit

Seit tausenden von Jahren grassiert eine Krankheit auf der Erde, die vor allem die menschliche Spezies betrifft:
Hirne erscheinen wie ausgelutscht, und die Herzen trocknen aus.
Nur wenige sind immun. Viele sind stumm.
Darum ist die Welt, wie sie ist. Darum gibt es immer wieder Kriege. Darum verhungern nach wie vor Menschen. Darum werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Der technische Fortschritt nimmt die Ethik in Geißelhaft.
Alles ist erlaubt im Transhumanismus. Schließlich geht es um das Heil der gesamten Welt.
Wer sich gegen diese Entwicklung auflehnt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
Wer sich der Hybris der Technokratie verschließt, wird ins Abseits gestellt.
Der gesunde Menschenverstand ist unerwünscht. Wissenschaftler und Experten werden in den Priesterstand erhoben.
Das Individuum verliert seine Rechte. Es assimiliert sich ganz und gar in einer höheren Ordnung im Sinne einer schönen neuen Welt.
Hirn und Herz werden überflüssig.

Veröffentlicht unter ab 2014, Allgemeine Betrachtungen | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen