Traum vor 2 Tagen

Ich wollte in die Stadt, um meine Kumpels zu treffen
Das ein oder andere Bier zu trinken
Sie nahm mich in ihrem Sportwagen mit
Wegen einer Baustelle fuhr sie einen Umweg
Ich wurde ungeduldig
Der Abend brach an
Ich schaute in den Himmel und sah ein riesiges dunkles Etwas
Mit einem Feuerkranz
Ich musste nicht nachdenken
Die Welt würde untergehen
Es war zu spüren
Ich zeigte der Frau im Sportwagen das Ding am Himmel
Was war das?
Wir mussten nicht reden
Ich wollte in die Stadt, um vielleicht mein letztes Bier zu trinken
Ich sah auf der Fahrt Menschen, die verängstigt in den Himmel starrten
Alle sahen es
Frauen drückten ihre Kinder an die Brust
Ich wollte aussteigen
Aber sie fuhr weiter
Wir mussten nicht reden
Sie wollte am letzten Abend ihres Lebens nicht allein sein
Sie bog ab in die Tiefgarage einer Wohnanlage
Wir fuhren mit dem Fahrstuhl hoch zu ihrem Appartement
Es war klein
Draußen ging etwas Unheimliches vor sich
Ich wollte ein Bier trinken
Sie hatte keins
Hauptsache, wir waren zusammen

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Die Bayern verloren gegen Augsburg


So ist das Leben, sagte ich zu Necip
Und trank mein Bier aus
Necip freute sich über das Ergebnis
Ich wollte nicht darüber nachdenken
Ich war kein Fussballfan
Normalerweise fand ich es gut
Wenn ein Underdog gewann
Aber diesmal freute ich mich nicht
Ich bezahlte
Und verließ die Kupferkanne

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Der Sammler

Alles, was es zu sagen gibt, ist bereits gesagt
Alles, was es zu schreiben gibt, wurde so oder ähnlich
Bereits geschrieben
Keine Gedanken sind einzigartig und neu
Es mutet lediglich so an
Ich laufe einen endlosen Kieselstrand entlang
Bücke mich und hebe einen Stein auf
Ich betrachte ihn voller Neugierde
Ich wiege ihn in meiner Hand
Drehe und wende ihn
Vielleicht stecke ich ihn in meine Hosentasche
Oder lasse ihn wieder fallen
Zurück ins endlose Meer der Kieselsteine
Den ich einsteckte, füge ich zuhause
Meiner Sammlung hinzu
Da liegt er neben den anderen
Bis heute
Wie alle meine Worte und Gedichte
Wie alle meine Texte, Bilder, Gedanken…

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Keine Chance

Ich mache weiter.
Ich gehe weiter.
Ich lache weiter.
Ich weine weiter.
Ich schlafe weiter.
Ich arbeite weiter.
Ich trinke weiter.
Ich kann nicht weiter.
Ich mache trotzdem weiter.

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Am Arsch

Wir kriechen immer nur kurz aus unserem Arsch heraus
Und wundern uns

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Das hyperbolische Gleichnis

der frosch entschlüpfte der kinderhand und hüpfte davon, quakte irgendwo weiter:
das ist leben.
das kind kam vom tümpel mit verdreckten klamotten nach hause und kassierte von der mutter eine saftige ohrfeige…
das ist leben!
die mutter ging zu ihrem liebhaber und küsste ihn von oben bis unten.
das ist leben.
der liebhaber war ein frosch.

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Ich verlor mich, bevor ich ich sein konnte. Andere gingen einfach weiter.

(Ich)

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Ich küsse dich

Ich liebe dich, ich liebe dich
Ich liebe dich und weiß nicht, wer du bist
Ich küsse dich, ich küsse dich
Meine Küsse küssen dich
Überallhin
Ich denk an dich, ich denk an dich
Ich denke nur an dich
Bis es ist vorbei
Einerlei

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Blubblubblub

Manchmal ist das Leben wie eine Badewanne
Aus der ich gar nicht mehr hochkommen will
Selbst wenn ich pissen muss
Ich sitze in der warmen Brühe und glotzte
Vor mich hin
Neben mir sehe ich Millionen andere Menschen
In ähnlichen Badewannen sitzen
Lachend, spielend, furzend

Blubblublub

Ab und zu kratze ich mich am Hintern
Beschnuppere mich
Und fühle mich
Sauwohl
Und versinke in meinem Gestank

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Ich denke an dich

Ich denke an dich
Und denke, dass ich dich
Vielleicht mit meinen Gedanken erreiche
Oder du denkst an mich
Weswegen ich jetzt an dich denke
Synchronizität nennt man dieses Phänomen
Ich sehe dich vor mir
Ganz intensiv
Tränen laufen meine Wangen hinunter
Bis ich denke: So ein Blödsinn
Du bist für immer weg
Ich mache mir etwas vor
Realität nennt man das

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