Und alles vergeht

es riecht nun in der Küche
nach Blumenkohl
er köchelt vor sich hin
das Küchenfenster
beschlagen

ich zeichne mit dem Finger
ein Herz auf die Scheibe
mal sehen
wie lange es sich hält

und alles vergeht und ist gleich
die Farben verblassen
die Welt im Kochtopf
meine Existenz ein kondensierter
Wassertropfen

Über bonanzamargot

Ich wollte, es wäre immer Sommer. Ich wollte, ich wäre immer verliebt. Ich wollte, ich hätte nie Sorgen. Ich wollte, ich hätte unbegrenzt Zeit, um hinter das Geheimnis des Lebens zu kommen: Die Welt um mich herum besser zu verstehen - die Menschen - die Liebe - den Tod...
Dieser Beitrag wurde unter ab 2014, Leben, Einsamkeit und Alltag abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Und alles vergeht

  1. Nati schreibt:

    Einer von vielen Wassertropfen
    So wie die Blätter von den Bäumen fallen
    rinnt auch er außen am Topf herab
    und fällt, ungesehen
    auf die noch heiße Fläche
    des Ofens.

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  2. Nati schreibt:

    Sehr schön bildlich verfasst.

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